Archiv für die ‘Generelle Informationen’ Kategorie

Bericht zu dem BMF-Projekt “Elektronische Archivierung von Unternehmensdokumenten stärken”

Dienstag, Oktober 6th, 2015

Mit dem Projekt wurden insbesondere folgende Ziele verfolgt:
• Qualitative Darstellung der Archivierung in Unternehmen,
• Identifizierung möglicher Hemmnisse einer elektronischen Archivierung,
• insbesondere im Hinblick auf unternehmerische Abläufe und Organisationsstrukturen,
• die Rechtssicherheit bei der elektronischen Archivierung,
• die Verfügbarkeit der Unterlagen,
• rechtliche Verfahrensvorgaben, z. B. aus dem Steuer-, Handels- oder Sozialrecht,
• Identifizierung von Anreizen zur vollständigen elektronischen Archivierung in Unternehmen.
• Durch eine Identifizierung möglicher Hemmnisse einer elektronischen Archivierung oder potentieller Anreize zur Umstellung auf vollständige elektronische Archivierungsprozesse sollten Katalysatoren ermittelt werden, die den Umstellungsprozess forcieren und so dazu beitragen, Bürokratiekosten der Wirtschaft zu reduzieren.

Alles so weit in Ordnung, allerdings wir mehrfach (18) auf “Zertifizierte Software” abgehoben. Wir waren froh, endlich die irreführenden “GDPdU-Konformitäts-Zertifikate” los zu sein (O-Ton Dr. Kampffmeyer).
Selbstverständlich wollen sich die Unternehmen in Bezug auf die Archivierung steuerrechtlich sowie handelsrechtlich relevanter Daten absichern.
Ist da ein Zertifikat das Maß aller Dinge?
Die Verfahrensdokumentation, die sich auf die tatsächlich vor Ort betriebene Anwendung bezieht, ist wesentlich sinnvoller!

Softwaretestate und die GoBD

Donnerstag, September 3rd, 2015

Kann eine Software das Gütesiegel “GoBD-konform” tragen? Darüber wird zur Zeit ausführlich diskutiert. Ulrich Kampffmeyer hat die Diskussion angestoßen mit den Worten: “Erinnern wir uns noch an die Anfangstage der GDPdU – da ging das mit den vermeintlichen Zertifikaten “GDPdU-konform” der ERP- und DMS-Anbieter los. Der gleiche Blödsinn zeichnet sich nun auch bei den neuen GoBD ab.”

(c) Compario 2015, Autorenrechte bei den Autoren

Ausführliche Diskussion

Erfüllen Scanner-Apps die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug?

Donnerstag, September 3rd, 2015

Die mobile Erfassung und Verarbeitung von Belegen ist auf dem Vormarsch, liegen die Vorteile doch auf der Hand. Dabei ist die Frage der steuerlichen Anerkennung – wie so häufig bei neuen Anwendungsfällen – jedoch Neuland und bedarf der Auslegung bestehender Regelungen. Einen validen Ausgangspunkt dafür bilden für die Autoren (Stefan Groß, Bernhard Lindgens und Stefan Heinrichshofen) die GoBD, welche sich ausführlich dem Erfassen von Papierdokumenten widmen. Dabei kommt man zum Ergebnis, dass auch die mobile Ablichtung von Belegen den steuerrechtlichen Anforderungen zu entsprechen vermag.

(c) Compario 2015, Autorenrechte bei den Autoren

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So geht TR-03138 (RESISCAN) heute!

Donnerstag, November 13th, 2014

Resiscan-VFD

Scanprozess-VFD

So geht “Ersetzendes Scannen” (RESISCAN) mit CDE

Auch die DATEV äußert sich zu den geplanten neuen Regeln für die elektronische Buchführung (GoBD)

Mittwoch, August 6th, 2014

Nürnberg, 11. Juli 2014: Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) wird voraussichtlich noch im Sommer die künftigen Regeln für die elektronische Buchführung und den Datenzugriff in Unternehmen festlegen. “Die so genannten GoBD werden nach derzeitigem Stand zahlreiche Verschärfungen mit sich bringen”, warnt Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG, anlässlich der Jahrespressekonferenz des IT-Dienstleisters. “Und mangels Übergangsregelungen würden die neuen Vorgaben nach der Veröffentlichung unmittelbar Geltung erlangen.” Die GoBD dürften in den kommenden Jahren nicht nur IT-Dienstleister und Steuerberater beschäftigen, sondern auch Unternehmen.

Die DATEV hatte sich in Form von praxisnahen Verbesserungsvorschlägen und konstruktiver Kritik in die Überarbeitung der aus dem Jahr 1995 stammenden “Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS)” eingebracht. Tatsächlich konnten einige wenige Zugeständnisse der Finanzverwaltung in den vergangenen Gesprächen und Verhandlungsrunden erreicht werden. In der derzeit bekannten Entwurfsversion vom April 2014 der “Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff”, so die vollumfängliche Bezeichnung der geplanten neuen Vorgaben des BMF, ist beispielsweise keine Kontierung auf dem Beleg mehr vorgesehen, die schon rein technisch und angesichts der Forderung nach der Unveränderbarkeit der elektronischen Belege völlig aus der Zeit gefallen wäre. Ebenfalls verschwunden ist die Aufbewahrungspflicht von E-Mails, wenn diesen nur Transportfunktion im Sinne des klassischen Briefumschlags zukommt.

Erfassung von Belegen innerhalb von zehn Tagen

Erfreulich ist zudem, dass die GoBD nach derzeitigem Stand eindeutig festhalten, dass eingescannte Papierbelege bei verlässlicher Dokumentation der entsprechenden Verfahren vernichtet werden dürfen, soweit nicht anderweitige Bestimmungen dagegen stehen. Damit bekommen die Ergebnisse der Simulationsstudie zum Ersetzenden Scannen, die DATEV im Herbst 2013 zusammen mit dem Institut für Wirtschaftsrecht der Universität Kassel durchgeführt hat, zusätzliches Gewicht.

“Doch es bleibt ein großes Aber”, so Kempf. “Die zahlreichen Verschärfungen machen umfangreiche Anpassungen und Änderungen beim Buchführungs- bzw. Steuerpflichtigen, seinem steuerlichen Berater und den eingesetzten IT-Systemen notwendig, etwa bei der Unveränderbarkeit, der Historisierung und der Aufbewahrung von Stamm- und Finanzbuchführungsdaten.” Beispielsweise fordern die GoBD, dass unbare Geschäftsvorfälle zügig buchhalterisch zu erfassen sind. Auf der sicheren Seite sind demnach Unternehmen nur, wenn dies innerhalb von zehn Tagen geschieht. Allein diese Regelung dürfte in vielen Unternehmen und Kanzleien eine neue Gestaltung der Prozesse rund um Ein- und Ausgangsrechnungen nötig machen.

Der Vorstandsvorsitzende der DATEV geht davon aus, dass es zu dem vorliegenden Entwurf keine wesentlichen Veränderungen mehr geben wird. “Zufriedenheit sieht also anders aus”, so Kempf. Das Augenmerk der DATEV werde daher jetzt auf der Erarbeitung operativer Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Normen in den DATEV-Lösungen und in der Aufklärungsarbeit bei den Mitgliedern der Genossenschaft liegen.

Quelle: DATEV e.V. 11.07.2014 (c)

GoBD – BMF-Schreiben auf dem Prüfstand

Dienstag, September 24th, 2013

Nachdem der erste Entwurf des BMF-Schreibens „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)“ in der Wirtschaft auf erhebliche Kritik gestoßen ist, hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) reagiert und erste Änderungen ins Entwurfsschreiben eingearbeitet. Diese geänderte Fassung lag den Kammern und Verbänden nunmehr erneut zur Stellungnahme vor und bildete zugleich die Grundlage einer gemeinsamen Erörterung zwischen Fachleuten aus Wirtschaft, Verbänden sowie der Finanzverwaltung am 12./13.9.2013 in Berlin.

Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) begrüßt die Entscheidung des BMF zur Einberufung eines Fachgesprächs und das damit gesteckte Ziel, doch noch eine praxisgerechte Ausgestaltung der Neuregelungen zu erreichen. Bereits das überarbeitete Entwurfsschreiben lässt positive Tendenzen – u.a. im Hinblick auf die Anforderungen zur Kontierung von Belegen – erkennen. Dennoch besteht u.a. bei den folgenden Punkten dringend weiterer Änderungsbedarf:

  • Überarbeitung der momentan strengen zeitlichen Vorgaben zur Erfassung eines Geschäftsvorfalls,
  • praktikable Ausgestaltung der Formulierungen zur erfassungsgerechten Aufbereitung von Buchungsbelegen,
  • Anpassung der Ausführungen zur Aufbewahrung von Anschaffungsbelegen bei sog. Dauersachverhalten.

Nach gemeinsamer Diskussion zwischen Kammern und Verbänden mit Vertretern der Länder sowie des BMF werden diese und weitere Anmerkungen in den sich anschließenden Bund-Länder-Erörterungen erneut auf dem Prüfstand stehen. Die Ergebnisse dieser Gespräche bleiben somit abzuwarten.

Quelle: DStV  17.09.2013

Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung (AEAO); TOP 4, 5, 15.1 bis 15.3, 15.5 und 15.7 bis 15.10 der Sitzung AO II/2013

Dienstag, August 27th, 2013

Im Bezug zur elektronischen Steuerprüfung relevant sind Ausführungen zu § 87a “Elektronische Kommunikation” und zu § 171 “Ablaufhemmung” der Abgabenordnung.

Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterung mit den obersten Finanzbehörden der Länder wird der Anwendungserlass zur Abgabenordnung vom 2. Januar 2008 (BStBl I S. 26), der zuletzt durch das BMF-Schreiben vom 31. Januar 2013 (BStBl I S.118) geändert worden ist, mit sofortiger Wirkung geändert:

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2. Entwurf der “Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)”

Montag, Juli 22nd, 2013

Nach dem im April 2013 erschienenen ersten Entwurf des BMF-Schreiben “Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)” erntete das BMF z. T hefige Kritik aus der Wirtschaft, AWV, IDW, DStV etc. Nun legt das BMF eine 2. Entwurfsfassung vor. Dieser zweite Entwurf zu den GoBD stellt vordergründig keine Neufassung dar, sondern bezieht sich mehr auf Änderungen (markiert) die wohl aus den diversen Schreiben der Wirtschaft aufgegriffen wurden.

Download PDFZweiter Entwurf GoBD

Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, Mai 2013

Montag, Juni 24th, 2013

Am 13. Mai 2013 hat die Regierungskommission ihre Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Vorstandsvergütung.

Höhe der Vorstandsvergütung
Der Aufsichtsrat soll künftig für die individuelle Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt sowie für die variablen Vergütungsteile unternehmensspezifisch Obergrenzen festlegen (Tz. 4.2.3 Abs. 2 S. 6 DCGK-E). In die Ausgestaltung der Vergütungssysteme und -methoden greift die Regierungskommission dagegen nicht ein.

Berücksichtigung der Vergütung der Gesamtbelegschaft und des oberen Führungskreises
Die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Vorstandsvergütung sollen für ihn selbst transparenter und nachvollziehbarer werden. Hierzu soll der Aufsichtsrat bei der Festlegung der Vergütung über die bereits zu berücksichtigenden Kriterien hinaus weitere Faktoren mit einbeziehen. So soll der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Gesamtbelegschaft – auch in der zeitlichen Entwicklung – beachten (Tz. 4.2.2 Abs. 2 S. 3 DCGK-E).

Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen für den Vorstand das jeweils angestrebte Versorgungsniveau festlegen und den daraus resultierenden jährlichen und langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen (Tz. 4.2.3 Abs. 3 DCGK-E).

Bessere Vergleichbarkeit der Vergütung
Die Aufbereitung der Informationen zur Vorstandsvergütung im Vergütungsbericht soll standardisiert werden; die Verwendung von Mustertabellen, die von der Regierungskommis-sion zur Verfügung gestellt werden, wird empfohlen (Tz. 4.2.5 Abs. 3 DCGK-E). Hierdurch soll eine bessere Vergleichbarkeit der Vergütung im Zeitablauf und im Vergleich zu anderen Unternehmen erreicht werden. Neu ausgewiesen werden sollen die tatsächlichen Zuflüsse (d. h. Auszahlungen im Berichtsjahr) aus mehrjährigen variablen Vergütungen: Derzeit ist häufig nicht ersichtlich, wie hoch die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder im Berichtsjahr tatsächlich ist. Des Weiteren sollen im Vergütungsbericht für die variable Vergütung Angaben zu den Zielwerten sowie den erreichbaren Minimal- und Maximalwerten gemacht werden. Die Empfehlungen sollen wegen des Umstellungsaufwandes für die Unternehmen erst ab 2014 gelten.

“Verschlankung” des Kodex
Um die Lesbarkeit der Kodex zu verbessern, wurden einzelne – jedoch nicht alle, wie insbesondere vom Deutschen Juristentag gefordert – Passagen gestrichen, die Gesetze wiedergeben. Neben sprachlichen Kürzungen ohne inhaltliche Auswirkungen wurden zudem sechs Empfehlungen und eine Anregung aus dem Kodex entfernt.

Die Änderungen treten mit Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger in Kraft.

Quelle: Audit Comittee Institute

Stellungnahme der DSAG zum GoBD-Entwurf des BMF

Mittwoch, Juni 19th, 2013

18.06.2013 – Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e.V. hat dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) ihre Überlegungen und Anregungen zum Entwurf der „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ (GoBD) übermittelt. Mit diesem Positionspapier setzt sich der Verband für mehr Bürokratieabbau ein – auch im Sinne der DSAG-Mitglieder.

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. mit dem Arbeitskreis Steuern sowie der Arbeitsgruppe GDPdU begrüßen das Vorhaben des Bundesministeriums für Finanzen (BMF), die „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)“ zu modernisieren – aus Sicht der DSAG eine große Aufgabe. Sind doch die Anforderungen kleinerer und mittlerer Unternehmen an ihre entsprechenden IT-gestützten Buchhaltungssysteme mit denen von größeren Unternehmen in Einklang zu bringen. Die DSAG hat ihre Stellungnahme zu diesem Thema beim Bundesministerium für Finanzen eingereicht und setzt sich dafür ein, dass die Hinweise und Überlegungen der Anwendervereinigung vom BMF bei der finalen Gestaltung der GoBD berücksichtigt werden. Außerdem bieten der Arbeitskreis Steuern und die Arbeitsgruppe GDPdU, nicht zuletzt im Interesse der DSAG-Mitglieder, dem BMF ihre Mitarbeit bei der Überarbeitung des GoBD-Entwurfes in einer Expertengruppe an, falls eine solche eingesetzt werden sollte.

Über die DSAG
Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. in Walldorf versteht sich als eine unabhängige Interessenvertretung aller SAP-Anwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel der DSAG ist es, darauf hinzuwirken, dass bedarfsgerechte SAP-Lösungen geschaffen werden, sowie den Erfahrungs- und Informationsaustausch sowohl der SAP-Kunden untereinander als auch mit SAP zu fördern. Die 1997 als eingetragener Verein gegründete DSAG zählt heute über 2.700 Mitgliedsunternehmen mit über 46.000 Mitgliedspersonen und hat sich als eine der größten SAP-Anwendergruppen weltweit etabliert. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dsag.de, www.dsag-ev.ch und www.dsag.at.

Quelle: DSAG

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