Steuerprüfung nach einer Systemabschaltung

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist es erforderlich, steuerlich relevante Daten für Auswertzwecke (Betriebsprüfung) über mehrere Jahre maschinell auswertbar vorzuhalten. Der Betriebsprüfer hat das Recht, Einsicht in die gespeicherten Daten zu nehmen (Nur-Lesezugriff) und die Hard- und Software des Steuerpflichtigen zur Prüfung der Daten zu nutzen. Für den unmittelbaren Zugriff müssen adäquate Auswertprogramme zur Verfügung gestellt werden. Für die Datenträgerüberlassung muss eine Exportschnittstelle bereitgestellt werden, über die der Prüfer die gewünschten Daten einer externen Software zur Weiterverarbeitung übergeben kann.

Die langfristige Speicherung von Daten ist eine Herausforderung für jedes Unternehmen. Der Datenzugriff muss, unter Beachtung von IT-Compliance-Richtlinien wie z. B. GDPdU, GoBS/GoBD, Sarbanes Oxley Act (SOX), über viele Jahre gewährleistet werden. Weiterhin müssen häufig zusätzliche unternehmensinterne Vorgaben erfüllt werden. Interne und externe Prüfer (Wirtschaftsprüfer/Betriebsprüfer) müssen die Möglichkeit haben, kurzfristig Zugriff auf bestimmte Daten zu erhalten, um mögliche Verzögerungsgelder der Finanzbehörden zu vermeiden.

Hierrüber wird akribisch Buch geführt, d. h. alle Informationen werden in einer ausführlichen Verfahrensdokumentation festgehalten und ermöglichen somit sowohl dem Betriebsprüfer als auch dem Wirrschaftsprüfer eine komplette Übersicht über alle im Rahmen der Systemstilllegung stattgefundenen
Aktivitäten.